Grinds, Stalls und Rides

BMX Freestyler Maximilian Berg

Grinds, Stalls und Rides

BMX Freestyler Maximilian Berg

Biken ist einfach mehr als Sport

Die Pegs gleiten quietschend über den Stahl. Mehr als 3 Meter rutscht das BMX auf dem Rail, springt vom Geländer und setzt hinter der Treppe auf. Max Berg freut sich über den gelungenen Grind. Der 18jährige fährt seit 3 Jahren BMX. Aber auf Bikes sitzt er schon seit er ein kleiner Junge war. „Egal ob Moutainbike, Dirt, Cross oder BMX: Biken ist für mich mehr als Sport. Es ist mein Leben. Wenn ich auf dem Rad sitze, dann vergesse alle Sorgen, kann voll loslassen und mich auspowern.“ beschreibt Max seine Leidenschaft.

Progress kommt von ganz allein

Im Skatepark der North Brigade in Köln-Weidenpesch treffen sich BMX-Biker, Skateboarder und Inline-Skater. Sie trainieren auf Rampen, Banks, Ledges, Curbs und Rails. Dafür kommt Max sogar aus Bergisch-Gladbach. Fast eine Stunde mit der Bahn um neue Tricks auf dem BMX zu üben; aber auch um Freunde und die Community zu treffen. „Das ist schon cool, die ganzen Leute hier. In der Challenge mit anderen kommt der Progess von ganz allein. Und die meisten BMXer sind auch voll in Ordnung.“, sagt Max.

Schon gewusst?

Als sich in den 1960er Jahren der Motocross-Sport in den USA großer Beliebtheit erfreute, wollten auch Jugendliche an dem Trend teilhaben. Weil Motorräder aber viel zu teuer waren oder die Fahrer zu jung, bauten sie ihre Fahrräder. So entstand der Bicycle-Motocross-Sport, kurz: BMX-Sport. BMX wird seit 1982 in Deutschland wettkampfmäßig betrieben und im Jahr 2008 traten in Peking die ersten BMX-Athleten bei Olympia gegeneinander an.

BMX ist Freiheit

Um im Skatepark zu trainieren, muss Max in keinem Verein sein. Er kommt hierher, wenn er Zeit und Lust hat. Gerade diese Freiheit hilft ihm, immer wieder motiviert auf das Bike zu steigen und neue Tricks zu üben, seine Balance und das Fahrgefühl zu trainieren und nach einem Sturz wieder aufzustehen. „Es tut schon mal weh, wenn man einen Sprung nicht steht. Aber schwer verletzt habe ich mich noch nie.“, meint Max während er zu den Bars seines BMX greift und das Rad aufhebt. Nur Sekunden später springt er schon wieder über ein Hindernis.

North Brigade Skateboarding:
Der Skatepark in Köln

Auf einer Fläche von 2700m² finden Skateboarder, Biker und Inline-Skater alles, was das Herz höher schlagen lässt. Die Rampen, angefangen bei den Banks rundum den Skatepark, Ledges, Curbs, Rails bis hin zur Minirampe, machen die North-Brigade zu einem der besten Skatespots in Köln und bietet eine echte Alternative zur Domplatte. Und das alles in gewohnter IOU-Ramps Qualität.

Stürzen und wieder aufstehen – beim Biken und im Leben

Der Sport sorgt nicht nur dafür, dass Max fit bleibt. Auch in der Schule helfen viele Erfahrungen, die er auf dem Bike gesammelt hat. Max hat gerade sein Fachabitur bestanden. Leicht viel ihm der Abschluss nicht. Immer wieder musste er sich motivieren, Rückschläge hinnehmen und neu anfangen – wie im Sport. Jetzt startet er eine Ausbildung zum Tischler. „Die Bewerbung war easy. Ich habe ein Praktikum gemacht und schon nach wenigen Tagen hat der Chef mich gefragt, ob ich anfangen will.“, freut sich der 18jährige. In ein paar Wochen geht es schon los. Die Zeit bis dahin will Max nutzen, um noch besser auf dem BMX zu werden. „Es gibt noch so viele Tricks und Sprünge, die ich lernen will, da wird mir nich langweilig.“, ruft er und tritt in die Pedals. Als die Sonne über dem Skatepark im Kölner Norden untergeht dreht er immer noch seine Runde – zwischen Halfpipes, Rails und Ramps.